Grüner Strom vom Dach des Gymnasiums

Die Stadtwerke Löhne wollen sich zukünftig verstärkt dem Klimaschutz und dem Ausbau den erneuerbaren Energien widmen. Mit dem Bau der Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des städtischen Gymnasiums Löhne ist damit ein weiterer Schritt getan – ganz im Sinne des Klimaschutzkonzeptes der Stadt Löhne.

 

Schneller Bauabschluss

Um den Schulalltag nicht zu stören, sind die Bauarbeiten in die Sommerferien gelegt worden und am 12.7.2021 gestartet. Der Bau verlief trotz der starken Regenfälle problemlos und wurde innerhalb von vier Tagen abgeschlossen. Die Inbetriebnahme wird gerade vorbereitet und findet voraussichtlich noch im Juli statt.

 

So viel Energie wird erzeugt

Es sind 222 Photovoltaik-Modulen mit einer Leistung von je 375 Wp aufgestellt worden. Mit der installierten Leistung von insgesamt 83,25 kW kann ein jährlicher Stromertrag von ca. 70.500 kWh erzielt werden. Damit trägt die Anlage mit einer CO2-Einsparung von etwa 20 Tonnen pro Jahr ganz aktiv zum Klimaschutz bei.

Ungefähr zwei Drittel des Sonnenstroms vom Schuldach können für den städtischen Eigenverbrauch von Gymnasium und Hallen- und Freibad genutzt werden (ca. 47.000 kWh im Jahr). Der Rest – der beispielweise in den Sommerferien nicht verbraucht wird – wird ins Netz eingespeist und entsprechend dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vom Netzbetreiber vergütet.
Da es jedoch nicht ganzjährig intensive Sonnenstunden zur Erzeugung der regenerativen Energie gibt, wird ein Teil der Stromversorgung aus dem Blockheizkraftwerk am Freibad oder aus dem Netz von Westfalen Weser abgedeckt.

Die Planung

Das Projekt wurde seit Herbst 2020 von Fred Wokittel aus dem Bereich „Energieversorgung“ der Stadtwerke Löhne geplant und im Dezember 2020 im Betriebsausschuss zunächst noch in größeren Dimensionen mit 620 Modulen vorgestellt. Dies ist jedoch nun doch kleiner ausgefallen.
„Grund dafür war nicht wie zuerst gedacht die Statik des Schuldaches, sondern die Mittelspannungsanlage im kleinen Trafohäuschen beim Löhner Frei- und Hallenbad“, erklärt Wokittel.

Dieses dient als ein Verknüpfungspunkt zum vorgelagerten Netz und ist wie ein Nadelöhr, durch das der Strom fließen muss. Mit der ursprünglichen Planungsgröße der PV-Anlage hätte diese Mittelspannungsanlage aufgrund der gesetzlichen Anforderungen für mehrere 10.000€ zunächst umgerüstet werden müssen, wodurch ein wirtschaftlicher Betrieb der PV-Anlage nicht mehr möglich gewesen wäre.

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