Hilfe bei der Feldbewässerung

Guntram Sauermann von der Gärtnerei Ulenburg neben einer mobilen Beregnungsanlage

Mit einer einfachen Maßnahme haben die Stadtwerke Löhne einen Weg gefunden bei Trockenheit den akuten Wasserbedarf der Gärtnerei Ulenburg zu bedienen – ohne gleichzeitig die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung zu belasten!

Es handelt sich um eine simple Freileitung, mit der ein 1000 m³-Teich der Gärtnerei bei Bedarf immer dann befüllt wird, wenn die Trinkwasserversorgung entspannt ist und das Versorgungsnetz nicht überlastet werden kann.

 

Klimawandel als wichtiger Faktor

Hintergrund dieser Maßnahme ist der Klimawandel, der aus Sicht von Guntram Sauermann – Vorstandsmitglieder der Ulenburg-Genossenschaft – von Jahr zu Jahr deutlicher erkennbar wird: „Das Wetter ist in den vergangenen 30 Jahren immer extremer geworden. Mal ist es viel zu lange trocken. Mal regnet es wie verrückt.“ Das macht die Bewässerung für Gewächshäuser und Freiflächen zunehmend zu einer Herausforderung.

Folge ist aus Sicht der Gärtnerei Ulenburg mit über 50 Hektar Freilandfläche ein stark verändertes Beregnungsmanagement: In Phasen der Trockenheit werden für die 6 Beregnungsmaschinen entsprechend größere Wassermengen benötigt. Für 2020 kamen insgesamt rund 8 000 Kubikmeter von den Stadtwerken zugekauftes Beregnungswasser zusammen. Diese erforderlichen Wassermengen kann man aber nicht jederzeit aus dem Trinkwassernetz abzapfen.

 

Gemeinsam an Lösungen arbeiten

Sauermann: „Im Dialog mit den Stadtwerken haben wir dann die Idee entwickelt, unseren Teich als Wasserpuffer zu nutzen. Im Grunde so ähnlich wie der neue Hochbehälter in Bergkirchen.“

Mit der im vergangenen Sommer gefundenen Lösung ist beiden Seiten gedient. Die Stadtwerke können weiterhin Wasser an die Gärtnerei abgeben, müssen das aber nicht zu angespannten Zeiten tun; die Gärtnerei kann mit dem Vorrat die Flächen dann bewässern, wenn die Pflanzen das Wasser dringend benötigen.

Holger Freymuth von den Stadtwerken Löhne ist auch für den WBV Am Wiehen zuständig: „Auch aus Verbandssicht ist es wichtig, dass die Netze nicht überlastet werden und leistungsfähig bleiben. Um dieses zu gewährleisten müssen Abgabespitzen vermieden werden. Darum freue ich mich über diese schnelle pragmatische Lösung.“

Gemeinsam wird auch an weiteren Lösungen gearbeitet. Zum Beispiel sei zu überlegen, wie das winterliche Regenwasser bis in die Sommersaison verwahrt werden kann.

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