Das neue Nahwärmenetz der Stadtwerke Löhne ist in Betrieb: Als erstes Gebäude wurde jetzt die neue Polizeidienststelle an das klimafreundliche Wärmenetz angeschlossen. Damit erreicht das Projekt einen zentralen Meilenstein auf dem Weg zu einer nachhaltigen Wärmeversorgung in der Innenstadt.
Der Bau des Netzes begann im August 2024 mit vorbereitenden Arbeiten an der bestehenden Heizzentrale, die sich in unmittelbarer Nähe zum Rathaus befindet. Von dort aus wurde das Leitungsnetz innerhalb von 20 Monaten über die Friedrichstraße, die Straße Markt, die Lübbecker Straße bis hin zur Alten Bünder Straße verlegt. Auf dem Weg wurden zum Beispiel die Musikschule und die Werretalhalle angeschlossen. Entlang dieser Trasse haben sich viele private Haushalte und Gewerbebetriebe für den Anschluss an die sichere und zuverlässige Nahwärme entschieden.
Durch die Bauarbeiten wurden 1.300 m Nahwärmetrasse zusätzlich zum Bestand verlegt, so dass das Streckennetz nun insgesamt 2.790 m umfasst.

„Mit der Inbetriebnahme des Nahwärmenetzes und dem ersten angeschlossenen Gebäude erreichen wir einen wichtigen Meilenstein – technisch, organisatorisch und symbolisch“, freut sich Thomas Liebig, Projektleiter Nahwärme bei den Stadtwerken Löhne. Gemeinsam mit seinem Kollegen Fred Wokittel ist er für den Nahwärmeausbau verantwortlich. „Die Installation der Wärmeübergabestation im Polizeigebäude war der letzte Schritt, und genau so wird es nun bei den weiteren Haushalten und Gebäuden weitergehen,“ ergänzt Thomas Liebig. Auch die städtischen Liegenschaften profitieren vom neuen Netz.
„Nahwärme ist ein zentraler Baustein unserer Strategie für eine zukunftssichere Energieversorgung in Löhne“, betont Hans Kleine, technischer Betriebsleiter der Stadtwerke Löhne, und fügt an: „Sie verbindet Klimaschutz, Versorgungssicherheit und wirtschaftliche Stabilität – und genau das macht sie für unsere Kundinnen und Kunden so attraktiv.“
Nahwärme bietet eine Reihe von Vorteilen, die sie zu einer zukunftssicheren und komfortablen Heizlösung machen. Sie ist besonders klimafreundlich, da die Wärme zentral und mittels effizienter, moderner Erzeugungsanlagen produziert wird, wodurch die CO₂‑Emissionen im Vergleich zu vielen dezentralen Heizsystemen deutlich reduziert werden. Gleichzeitig zeichnet sich die Versorgung durch eine hohe Sicherheit und Verlässlichkeit aus. „Für unsere Kundinnen und Kunden bedeutet Nahwärme mehr Komfort und weniger Aufwand“, betont Tobias Rempel, Geschäftsbereichsleiter Technischer Betrieb Energie- und Wasserversorgung, und erläutert: „Keine eigene Heizung, keine Wartungskosten, keine Brennstoffbestellung – die Wärme kommt einfach zuverlässig ins Haus.“
Mit dem erfolgreichen Anschluss des Polizeigebäudes beginnt nun die schrittweise Anbindung weiterer Gebäude und privater Haushalte. Die Stadtwerke Löhne rechnen damit, dass die meisten Anschlüsse im Laufe der kommenden Wochen hergestellt werden können.
Aufgrund von finalen Asphaltarbeiten wird die Oeynhausener Straße auf Höhe Ecke Werrestraße vom 16. bis 17. April voll gesperrt. Die Stadtwerke Löhne danken allen Bürgerinnen und Bürgern für ihr Verständnis während der gesamten Bauarbeiten.
Auf dem Titelbild zu sehen: (v.l.) Bauherr Temel Bulut, technischer Betriebsleiter Hans Kleine, Geschäftsbereichsleiter Technischer Betrieb Energie- und Wasserversorgung Tobias Rempel und Projektleiter Thomas Liebig freuen sich über den Anschluss des Polizeigebäudes an das neue Nahwärmenetz.


