Digitale Trinkwasserzähler helfen bei der frühzeitigen Erkennung von Rohrbrüchen

Ein Mitarbeiter zeigt ein Rohr, dass gerissen ist.

Die Mitarbeiter der Trinkwasserversorgung der Stadtwerke Löhne kontrollieren regelmäßig die Wasserverbräuche in den einzelnen Stadtteilen. Bei Auffälligkeiten gehen sie möglichen Ursachen systematisch nach – unterstützt durch moderne digitale Trinkwasserzähler. Rund die Hälfte aller Haushalte ist bereits mit dieser Technik ausgestattet.

Die digitalen Zähler bieten zwei wesentliche Vorteile: Sie erkennen ungewöhnliche Verbräuche innerhalb eines Haushalts und unterstützen gleichzeitig beim Aufspüren von Rohrbrüchen außerhalb der Gebäude. Läuft in einem Haushalt der Wasserzähler 24 Stunden ohne Unterbrechung, erscheint ein Wassertropfensymbol im Display. Rohrnetzmeister Stefan Goldammer empfiehlt daher allen Bürgerinnen und Bürgern, ihre Zähler regelmäßig selbst zu überprüfen – sowohl auf Symbole als auch auf die Verbrauchsentwicklung. „Die Zählerstände sollten am besten monatlich kontrolliert und miteinander verglichen werden, um Unregelmäßigkeiten frühzeitig zu erkennen. Als Richtwert gelten 3 m³ Wasserverbrauch pro Person und Monat“, erklärt er.

Stellen die Mitarbeitenden der Trinkwasserversorgung ungewöhnliche Daten fest, fahren sie in den betroffenen Stadtteil und lesen die dortigen Zähler digital aus. Dabei erhalten sie unter anderem das Tropfensymbol übermittelt und können die betroffenen Haushalte direkt informieren. Häufig liegen die Ursachen in defekten Sicherheitsventilen oder durchlaufenden Toiletten – oft in Räumen, die selten genutzt werden. „Die Bewohner reagieren in der Regel sehr dankbar, weil wir sie so vor größeren Wasserschäden bewahren können“, berichtet Goldammer.

Ein aktueller Fall zeigt die Bedeutung der digitalen Technik besonders deutlich: Bei einem Kunden gingen pro Stunde rund 500 Liter Wasser verloren – das entspricht 12,6 m³ pro Tag oder 4.600 m³ pro Jahr. Ein Verbrauch, der dem Jahresbedarf von 30 vierköpfigen Haushalten gleichkommt. Ursache war ein drei Zentimeter kleiner Riss in einer Hauswasseranschlussleitung. „Uns ist wichtig, dass wir unseren Kunden helfen können. Gleichzeitig steht der Schutz der Ressource Wasser für uns im Mittelpunkt“, betont Stefan Goldammer. Sein zusätzlicher Tipp für die Urlaubszeit: „Schließen Sie die Absperrventile am Wasserzähler während des Urlaubs– so verhindern Sie mögliche Schäden während Ihrer Abwesenheit.“

Auch bei Rohrbrüchen im öffentlichen Bereich leisten die digitalen Zähler wertvolle Unterstützung. Die Geräte zeichnen Fließgeräusche auf, deren Intensität Rückschlüsse auf die Entfernung zur Schadstelle zulässt. Durch die Auswertung mehrerer Zähler kann die Position des Rohrbruchs eingegrenzt und lokalisiert werden.

Mit moderner Technik sorgt die Trinkwasserversorgung damit nicht nur für Sicherheit in den Haushalten, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zum nachhaltigen Umgang mit der wertvollen Ressource Wasser.

Auf dem Titelbild zu sehen:

Rohrnetzmeister Stefan Goldammer zeigt den 3 cm kleinen Riss, der 500 Liter Wasserverlust pro Stunde verursacht hat..

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