Wärme

Die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) ermöglicht die gleichzeitige Erzeugung und Nutzung von Energie und Wärme. Mit einem Wirkungsgrad von bis zu 90 % arbeiten dezentrale Systeme deutlich effektiver als etwa moderne Großkraftwerke, die lediglich einen Wirkungsgrad von 35 % – 60 % aufweisen. Besonders effizient arbeiten die Anlagen, die die Wärme im Nahbereich an die Verbraucher abgeben – so wie es in Löhne der Fall ist.

Hier sind bislang 6 sogenannte Blockkraftheizwerke mit einer Leistung von insgesamt 380 kW-elektrisch und 522 kW-thermisch in Betrieb, die überwiegend öffentliche Gebäude sowie gewerbliche Abnehmer versorgen.

Verbrennungsmotoren treiben einen Generator an, der Strom erzeugt und direkt vor Ort verbraucht bzw. als Überschuss ins Netz eingespeist wird. Die Abwärme wird über im Erdreich verlegte Leitungen – ein Nahwärmenetz – zu den Abnahmestellen, in Form von warmen Wasser, transportiert, wo ein Wärmetauscher die Wärme auf den Wasserkreislauf im Haus überträgt. Die Löhner Blockkraftheizwerke verwenden teilweise zur Energieerzeugung Biomethan, das den erneuerbaren Energien zugerechnet wird. In den Anlagen wird das Biomethan nahezu staubfrei verbrannt und dadurch schädliche Emissionen reduziert.

Bislang wurden die Löhner Blockkraftheizwerke von der Nahwärme-Bad Oeynhausen-Löhne GmbH betrieben, an der die Stadtwerke Löhne 8,57 % der Anteile besaßen. Zum 01.08.2020 wurden diese Anlagen von der neu gegründeten Energiesparte der Stadtwerke Löhne übernommen. Durch den aktiven Einstieg in den Ausbau der Nahwärme in Löhne wollen die Stadtwerke konform dem Löhner Klimaschutzkonzept einen weiteren Beitrag zur CO2-Reduzierung hier vor Ort leisten.