Fragen zur Abrechnung

Die mit dem Betrieb der Trinkwasserversorgungsanlage sowie der Abwasseranlage einhergehenden Kosten sind nach den abgaberechtlichen Vorschriften des Landes Nordrhein-Westfalen durch die Benutzer dieser öffentlichen Anlagen aufzubringen.

Als Gegenleistung für die Inanspruchnahme der öffentlichen Ver- und Entsorgungsleitungen werden daher von den Eigentümern der angeschlossenen Gebäudeobjekte Vorhalte-, Verbrauchs- und Benutzungsgebühren kostendeckend erhoben. Die Gebührenpflicht beginnt mit tatsächlich erfolgtem Anschluss an die Anlagen.

Die Wassergebühr setzt sich zusammen aus der Vorhaltegebühr (Zählermiete), deren Höhe von der Nenngröße der Messeinrichtung abhängig ist und aus der Verbrauchsgebühr, die sich nach der durch den Wasserzähler angezeigten Wasserverbrauchsmenge bemisst. Berechnungseinheit ist der Kubikmeter Wasser.

Die Abwassergebühren werden getrennt nach Schmutz- und Niederschlagswasserbeseitigung erhoben. Die Schmutzwasserkanalbenutzungsgebühr berechnet sich dabei nach der Menge, die der Abwasseranlage zugeführt wird. Berechnungseinheit ist hier der Kubikmeter Abwasser.

Die Regenwasserkanalbenutzungsgebühr berechnet sich nach der Größe der bebauten und / oder befestigten Grundstücksflächen, von denen Niederschlagswasser leitungsgebunden oder nicht leitungsgebunden der öffentlichen Abwasseranlage zugeführt wird. Berechnungseinheit ist hier die Quadratmeterzahl.

Die Gebühren werden für den Zeitraum eines Kalenderjahres abgerechnet und durch Gebührenbescheid festgesetzt. Die aufgrund des Gebührenbescheides zu leistenden Abschläge sind zu den Fälligkeitsterminen 15. Februar, 15. Mai, 15. August und 15. November zu entrichten.

Die Höhe der Abschläge richtet sich dabei nach den für das Vorjahr tatsächlich festgestellten Berechnungseinheiten. Nach durchgeführter Ablesung des Wasserzählers erfolgt für das Kalenderjahr die Jahresschlussrechnung. Nachforderungen oder Guthaben, die sich aus der Endabrechnung ergeben, werden bei den Abschlägen des Folgejahres geltend gemacht bzw. berücksichtigt.

Trink- und Schmutzwassergebühren werden über Messeinrichtungen nachgewiesen und jährlich entsprechend dem jeweiligen Verbrauch aktuell erfasst. Die Berechnungseinheit für die Regenwasserkanalbenutzungsgebühr bemisst sich jedoch nach „bebauter und / oder befestigter Fläche, die an den Regenwasserkanal angeschlossen ist“ und ist naturgemäß in der Regel eine sich nicht ändernde gleichbleibende Größe, die einmal mit Beginn der Gebührenpflicht erfasst und zugrunde gelegt wird.

Gleichwohl können sich natürlich auch hier neue Berechnungsgrundlagen ergeben, indem sich die Größe der einmal festgestellten bebauten / befestigten Fläche ändert. Dies kann sich beispielsweise durch Vergrößerung der Hoffläche, Anbau eines Wintergartens oder Errichtung eines Carports bzw. durch Verringerung der Hoffläche und Entsiegelung von Flächen ergeben, ohne dass allerdings dem Gebührenpflichtigen dabei bewusst wird, dass diese Maßnahmen gebührenrelevante Auswirkungen haben können.

Derartige bauliche Maßnahmen, die zur Veränderung der Berechnungseinheit führen können, sind daher durch den Gebührenpflichtigen mit Angabe der sich neu ergebenden „bebauten / befestigten“ Fläche im Rahmen der Selbstauskunftspflicht gegenüber der Gebührenstelle mitzuteilen.

Die aktuellen Gebührensätze finden Sie → hier.