Wasserspartipps

Tipps für einen sorgsamen Umgang mit Trinkwasser

  • Duschen statt Baden
    Ziehen Sie das Duschen einem Wannenbad vor. Für ein Wannenbad benötigen Sie 150 – 180 Liter Trinkwasser, für ein Duschbad dagegen nur 30 bis 50 Liter.
  • Wasser abstellen
    Beim Einseifen, Zähneputzen (immer mit Zahnputzbecher!) und Rasieren, Wasser nicht ungenutzt in den Abfluss laufen lassen.
  • Wer richtig mischt, der hat gute Karten: Einhandmischer
    Diese helfen, die Haushaltskasse zu schonen und Wasser zu sparen. Im Handumdrehen ist die richtige Wassermenge und -temperatur gewählt. Mit modernen Einhebelmischern, thermostatisch gesteuerten Mischbatterien oder Durchflussbegrenzern, wird weniger Wasser verbraucht als mit herkömmlichen Zweigriffarmaturen.
  • Nicht unter laufendem Wasser vorspülen oder abwaschen
    Hierbei wird ein Mehrfaches der Wassermenge verbraucht, die ein gefülltes Spülbecken benötigt.
  • Geschirrspüler und Waschmaschinen
    …nur in Betrieb setzen, wenn sie ganz gefüllt sind. Mit Sparprogrammen lassen sich zusätzlich Wasser und Energie einsparen (wenig verschmutzte von stark verschmutzter Wäsche trennen!). Beim Kauf einer neuen Maschine auf den Wasserverbrauch achten. Moderne Geräte kommen mit einem Bruchteil der bisherigen Wassermenge aus.
  • Rasen nicht bewässern
    Rasen ist äußerst widerstandsfähig. Regnet es nach einer Trockenperiode, wird ein ausgetrockneter Rasen schon nach kurzer Zeit wieder sattgrün. Deshalb im Hochsommer, wenn Wasser zur Mangelware wird, ganz auf das Bewässern verzichten.
  • Garten am Abend gießen
    Gießen nützt meistens am Abend, wenn es kühl ist. Die Pflanzen erholen sich bei genügendem Wasserangebot während der Nacht und überstehen so die nächsten heißen Tage besser. Nicht gießen, wenn Regen angesagt ist.
  • Pflanzen mit Regenwasser tränken
    Dachwasser kann man in Regentonnen oder Zisternen sammeln, um so genügend Wasser für die Gartenbewässerung zu haben.
  • WC-Spülung
    Moderne Spülkästen sind mit einer Stopptaste ausgerüstet oder verfügen über zwei Tasten, für das kleine und für das große Geschäft. Durch einen tropfenden Wasserhahn können jährlich über 10.000 Liter kostbares Trinkwasser verloren gehen. So richtig teuer wird es bei undichtem Spülkasten oder defektem Sicherheitsventil der Warmwasserbereitung. Kontrollieren Sie selbst oder lassen Sie regelmäßig alle Wasserentnahmestellen in Haus und Garten pflegen, warten und wenn nötig reparieren.

Unser Tipp:

  • Schauen Sie von Zeit zu Zeit, wenn im Haus kein Wasser entnommen wird, auf den Wasserzähler. Stehen die Zählrädchen nicht still, melden Sie sich sofort bei einem Installationsunternehmen.
  • Damit Sie bei der nächsten Gebührenabrechnung keine böse Überraschung erleben, lesen Sie Ihren Wasserzähler regelmäßig selbst ab. Unser Vorschlag: monatlich und vergleichen Sie. Haben Sie noch Fragen? Wir sind selbstverständlich für Sie da!

Gewässer schützen und reinigen

Putz- und Abwaschmittel sparsam einsetzen. Reinigungsmittel beeinträchtigen die Wasserqualität und belasten die Kläranlagen. Dies gilt auch für schnell und biologisch abbaubare Reinigungsmittel. Altbewährte Putzmittel wie Schmierseife oder Essig einsetzen.

  • Waschmittel richtig dosieren
    Waschmittel müssen für die optimale Wirkung der Waschmaschine und den örtlich unterschiedlichen Wasserhärten angepasst werden.
  • Öl separat sammeln
    Größere Ölmengen aus der Fritteuse der Altölsammelstelle übergeben.
  • Verstopfte Abflüsse mit Gummistöpsel befreien
    Die im Handel erhältlichen Chemikalien sind in der Regel sehr giftig und belasten die Kläranlagen und die Gewässer stark.
  • Hochdruckreiniger einsetzen
    Hochdruckreinigungsanlagen vervielfachen den Reinigungseffekt von Wasser. Nicht eingesetzt werden dürfen sie jedoch bei ölverschmutzten Oberflächen.
  • Autowaschanlagen
    Autos sollten nur in Waschanlagen gereinigt werden und nicht „vor der eigenen Haustür“. In den Waschanlagen wird das Waschwasser aufbereitet und wieder eingesetzt.
  • Splitt statt Streusalz
    Streusalz schadet Pflanzen und Tieren entlang von Wegen und Straßen.

Gewässer schützen und Abfälle

Keine Abfälle in die Toilette. Abfälle belasten die Kläranlagen und Gewässer unnötig. Sie müssen deshalb separat gesammelt oder dem Hausmüll übergeben werden. Das Umweltamt der Stadt Löhne informiert mit Faltblättern und Abfallkalendern, wie sie zu entsorgen sind.

Nicht in die Toilette gehören u.a.:
  • Verdünner, Farbreste, Benzin, Lösungsmittel
  • Altöle (Schmieröl, Motorenöl, Fritieröl)
  • alte Medikamente
  • feste Gegenstände wie Speisereste, Binden, Tampons, Kondome, Watte, Wattestäbchen und Katzen- und Vogelsand

Einsparungen durch Regenwassernutzungsanlagen und Brunnen

Das durch die Verwendung von Regenwassernutzungsanlagen bereitgestellte Regenwasser – zur Versorgung von Toiletten und Waschmaschine – erzielt deutliche Einsparungen von Trinkwasser. Da das Regenwasser letztlich wieder der Schmutzwasserkanalisation zugeführt wird, aber nicht durch den Frischwasserzähler erfasst wird, sind die Regenwassernutzungsanlagen mit geeichten Zwischenzählern auszustatten, um eine entsprechende Grundlage für die Schmutzwassergebührenberechnung zu haben. Dies gilt entsprechend bei Betrieb eines Brunnens.

Einsparungen bei Regenwassergebühr durch Dachbegrünungen

Sind Gebäude mit Dachbegrünungen ausgestattet, reduziert sich die Regenwassergebühr für diese Dachflächen um den Faktor 0,7, soweit der Nachweis über einen erreichten Abflussbeiwert von 0,3 durch den Gebührenpflichtigen erbracht wird.

Einsparungen bei Regenwassergebühr durch Ökopflaster

Wird die Hoffläche in sog. „Versickerungsfähigem Pflaster“ erstellt, ist – wie bei normaler Befestigung auch – zu vermeiden, dass Oberflächenwasser oberirdisch auf die Straße bzw. auf Nachbargrundstücke ablaufen kann. Gerade auch bei starken Regenereignissen sind versickerungsfähige Pflasterarten ebenfalls nicht unerheblich abflusswirksam und daher durch Errichtung eines Ablaufes (Gully / Kastenrinne) mit über den öffentlichen Regenwasserkanalanschluss zu führen.
Auf Antrag des Gebührenpflichtigen (mit entsprechendem Materialnachweis / Pflasterart, Pflasterbett in Korngrößen 1/3 mm oder 2/5 mm, Tragschichten in Korngrößen 2/32 mm oder 5/45 mm) werden diese Flächen als nicht kanalwirksam / gebührenpflichtig für die Dauer von 5 Jahren, nach deren erstmaliger Verlegung anerkannt.