Historie des Löhner Klärwerks

Die erste Kläranlage der Stadt Löhne wurde in den Jahren 1963 – 1967 gebaut.

Es wurde eine klassische einstufige Belebungsanlage mit anaerober Schlammstabilisation gebaut. Die Ausbaugröße betrug 25000 Einwohnergleichwerte. Der Standort wurde aus topografischen Gesichtspunkten in der damaligen Gemeinde Uhlenburg, unmittelbar am Rehmerloh-Mennighüffer Mühlenbach gelegen, ausgewählt.

Die Kläranlage bestand aus einem Zulaufpumpwerk, einem Rundsandfang, einem Rechen, einem rechteckigen Vorklärbecken, zwei rechteckigen Belebungsbecken mit Belüfterkreiseln, zwei rechteckigen Nachklärbecken, einem Faulturm mit Schlammstapelteich und einem Betriebsgebäude.

Die einstufige Anlage wurde in der Zeit von Oktober 1984 bis Februar 1988 zu einer konventionellen zweistufigen Belebungsanlage mit anaerober Schlammbehandlung für insgesamt 65000 Einwohnerwerten ausgebaut. Es wurde eine neue Rechenanlage mit belüfteten Sandfang, ein neues Vorklärbecken, ein neues Belebungsbecken, zwei neue Nachklärbecken und ein neues Betriebsgebäude einschließlich Schlammentwässerung und Eindickung sowie ein Blockheizkraftwerk zur Faulgasverstromung und eine Fäkalschlammannahmestation errichtet. Zusätzlich eine Phosphatfällung im Zuge der Erweiterung mitgebaut.

Im Jahre 1991 erfolgte der Einbau einer Online- Regelungstechnik zur Optimierung der Reinigungsleistung der Anlage. Ebenfalls wurden zwei Biofilter zur Abluftbehandlung eingebaut.

Im Zuge verschärfter wasserrechtlicher Anforderungen im Hinblick auf Gesamtstickstoff und Phosphor, sowie der größeren Wirtschaftlichkeit wurde 1995 eine Kooperation in der Abwasserreinigung mit der Gemeinde Kirchlengern vereinbart.

Die Bauarbeiten begannen im März 1997 und endeten im Frühjahr 1999. Es wurden zwei Belebungsbecken, zwei Nachklärbecken, eine neue Schlammeindickung sowie eine neue Faulschlammentwässerung gebaut. Außerdem erfolgte die Errichtung zweier Maschinenhallen sowie der Umbau eines Teiles des Betriebsgebäudes.
Die Anlagenkapazität erhöhte sich auf nun 88.000 Einwohnergleichwerte.

Seit Inbetriebnahme der Kläranlagenerweiterung im Jahr 1999 wurden einige größere Modernisierungsprojekte durchgeführt, z.B. Erweiterung der BHKW-Anlagen, Sanierung des Faulgasbehälters und die Erneuerung der Prozessleittechnik.